Scannen scheint für viele schwierig zu sein ...

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Bin gerade im Abgleich darüber gestolpert, dass auf archive.org die Scanauflösung oft nicht wie angegeben ist, sondern sehr viel geringer ...

Beispiel: https://archive.org/details/AtariAnticMagazine/Antic%20Issue%2027%20%28January%201985%29/

Allein anhand der Dateigröße der meisten PDF kann man schon erkennen, dass da Murks gemacht wurde. Diese Nr. der ANTIC ist in meinem alten Archiv bei 300 DPI als PDF 111 MiB groß.

Holt man sich aus dem PDF auf archive.org von Nr. 27 eine Seite als Grafik heraus, hat die ein ziemlich niedrige Pixelauflösung. Nimmt man die verarbeiteten JP2-Files, sieht es genauso schlecht aus. Aus diesem Material lässt sich nicht einmal die Originalgröße der Papierseiten ermitteln, da beschnitten niemals in der Größe gleich.

Von den in der Info angegebenen 600 DPI sind in den JP2-Files noch 300 DPI übrig, aber die Bilder wurde beim Eindampfen verkleinert. Sie sind nur noch ca. 138, (kru) mm mal 186, (kru) mm groß und damit nur ca. ein Viertel der Originalgröße. Diese ist durch Beschnitt ein Tucken kleiner als US Letter Size.

Das ist zwar nicht so mager archiviert wie die im Umlauf befindlichen Daten des ehemaligen ABBUC Scan Projekts, aber fast genauso schlecht.

Für eine Archivierung taugt so etwas wirklich nicht ...

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Das kann auch an den Tools liegen die zur PDF-Erstellung (auch konvertier- und merge-tools) verwendet wurden liegen.

Ich bin schon oft darüber gestolpert dass beim PDF Export per default die Bilder "optimiert" wurden - zB auf 72dpi um Platz zu sparen - mit entsprechend tollem Ergebnis. 600 vs 300 dpi oder eine stärkere lossless JPEG Kompression fällt nicht unbedingt gleich auf.

Manchmal sind die Einstellungen dazu irgendwo tief in Konfigurations-Menüs versteckt und nicht leicht zu finden...

so long,

Hias

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HiassofT schrieb: Ich bin schon oft darüber gestolpert dass beim PDF Export per default die Bilder "optimiert" wurden - zB auf 72dpi um Platz zu sparen

Das macht(e) Word bereits beim simplen Speichern eines Dokumentes: Ich habe einen Aufkleber für ein Netzteil mit einer Grafik, aus der die Belegung des Steckers ersichtlich ist, erstellt. Druckte ich den Aufkleber direkt aus, war die Grafik einwandfrei. Habe ich den Aufkleber gespeichert und neu geladen, war die Grafik so zermatscht, daß man sie nicht mehr erkennen konnte. Ein Kollege brachte mich dann darauf daß Word beim Speichern Bilder automatisch einstampft. Bei Fotos klappt das meist bzw. fällt nicht auf, bei der kleinen s/w-Grafik war das Ergebniss schlicht nicht mehr erkennbar. Dieses Feature ließ sich zum Glück deaktivieren.

Sleeπ Totgesagte leben länger!

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Ja, mittlerweile bekommt man bei allen möglichen Gelegenheiten diese tollen neuen "Features" auf's Auge gedrückt.

Nach jedem Update von Windows oder bei Apps bin ich immer gespannt was für tollen "Mehrwert" ich nun mal wieder ungefragt erhalten habe.

Früher (Oh nein, Opa erzählt wieder vom Krieg...) hatte man die Möglichkeit, solche Funktionen bei Bedarf zu aktivieren, heute muss man allen möglichen Sch... erst mal deaktivieren.

Neudeutsch: "Opt-out"

Der Hersteller weiss eh besser, was für uns gut ist...

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@alle ...

Ja, die Ursachen sind bekannt. Darum ist es sehr verwunderlich, dass jemand als Langzeitarchivierer wie der Ersteller dieser PDF von den ANTIC-Magazinen darauf nicht achtet.

Mein Prozess umgeht grundsätzlich als erstes Windows. Dort sind die meisten Scan-Programme so gestrickt, wie ihr beschrieben habt.

Unter Linux gibt es das hervorragende Tool XSANE, mit dem sich direkt vom Scanner PDF richtig erstellen lassen. Das Ausgangsmaterial sollte aber optisch gut sein. Keine Risse, Vergilbung, Notizen, etc.

Alternativ kann man die einzelnen Seiten als reine Grafik (pnm, png) erfassen und später zu einem PDF zusammennageln. Das mache ich immer dann, wenn die Vorlage so verfallen ist, dass ein vorzeigbares PDF im direkten Verfahren nicht möglich ist. So wird es optisch gut und wenn danach eine OCR-Software drübergebügelt wird, was oft mit einer 'Optimierung' einher geht, ist das nicht so dramatisch.

Ein im schlechten Originalzustand gescanntes und ohne Bearbeitung/Eindampfen bewahrtes Dokument kann man mit ein wenig Aufwand immer in ein gutes PDF inkl. OCR umwandeln. Das ist nur Arbeit.

Dann kommt ein Kompromiss zum Tragen. Die Bilder des PDF werden einzeln in der Auflösung exportiert (hoffentlich 600 DPI), mit der sie erfasst wurden. Danach gilt es schwere Fehler (Risse z. B. mit einer Bildbearbeitung) auszubügeln. Das Farbenspiel kann oft mit einem Mittelwert für alle Bilder (Seiten) korrigiert werden. Das danach erstellte PDF mit OCR versehen und voilà, schon ist es brauchbar.

Bei sehr guten Ergebnissen schubse ich den Text nach OpenOffice Writer und erstelle ein passendes Layout. So entstehen dann 'neue' Bücher oder Anleitungen.

Ich hoffe inständig, dass die deutschen Magazine mit Atari-Inhalt als gute Scans auftauchen, bevor das säurehaltige Papier sich komplett zerlegt hat.

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